Vorbereitung Dan-Examen (1)
Welche Vorbereitungen sind für ein Dan-Examen notwendig?
Ich riskiere mal kurz einen Blick auf's SSKO Prüfungsreglement und versuche zu erahnen, welche Punkte allenfalls erklärungsbedürftig sind.
Die verlangte KIHON sind so umschrieben, dass ein regelmässig trainierender KARATEKA das Prüfungsprogramm als Gedankenstütze verwenden kann. Wie bei der Führerprüfung, sollte man halt die Begriffe auswendig kennen. Die Note 4 erreicht man vor allem durch regelmässiges Training über die empfohlene Trainingszeit. Eine Note 5 bedingt eine gute Kondition und mehr Einsatz als das Minimum :-), ein paar zusätzliche Stunden aufzuwenden lohnt sich immer!
Die verlangten KATA sind ebenfalls klar bezeichnet. Das Rezept heisst, bereits als Weissgurt die eigene KATA immer wieder anderen zur Kritik zeigen ('vorführen') und sich so über Jahre an kritische Blicke allfälliger Zuschauer zu gewöhnen. Eine KATA sitzt - wie jede neue Bewegungsfolge - nach vielen Wiederholungen und Korrekturen. Kommt mir beim Gedanken an eine KATA-Demo ein ungutes Gefühl hoch, habe ich die zuwenig geübt. Trainiert man hin und wieder allein, kann ein Camcorder helfen (Videos lügen nie!).
Im KUMITE hilft jede Turniererfahrung, und sei sie noch so klein. Kenntnisse des SR-Reglementes mindern die Verwirrung an der Prüfung sehr. Die Angst vor dem Getroffenwerden ist vermutlich sehr oft der Hauptgrund, dass jemand eine nächste Prüfung verschiebt oder ausfallen lässt. Schade. Erfolgreich sind immer wieder Kandidaten, welche sich zum Training oder zur Prüfungsvorbereitung zusammentun und (evtl. mit einem erfahrenen KUMITE Trainer) zusätzlich üben. Es ist Gewohnheitssache, die Treffer einzustecken und das Auge für den Angriff und die Abwehr zu schulen. Für KARATEKA die finden, ihr DOJO biete zuwenig KUMITE Vorbereitung, stehe ich natürlich für Tipps zur Verfügung.
In einem nächsten Eintrag behandle ich Themen wie Falltechnik, SR-Reglement, BUNKAI, u.a.
Ossu! Leo Chin