Am 06.07.08 führte die SSKO Dan-Examen in Zürich durch. Alle Kandidaten konnten erfolgreich graduiert werden - wir gratulieren herzlich:
| Esther Ehinger |
3. Dan |
| Alexandra Lehner |
1. Dan |
| Larissa Birnbaum |
1. Dan |
| Sandra Caderas |
1. Dan |
| Helmut Katzgraber |
1. Dan |
Weiter so!
MFG Leo Chin
Heute gehe ich auf das Thema SR-Reglement ein.
Früher hatte die SSKO eine min. Anzahl besuchter SR-Kurse vorgeschrieben. Wir haben diese Praxis geändert und im Reglement festgehalten, dass wir die SR-Kenntnisse am DAN-Examen praktisch und theoretisch beurteilen.
Ein Kandidat für SHODAN soll die Position FUKUSHIN ausüben können mit Priorität auf Wertungen und mit Grundkenntnisse des Penalty-Systems (Kat. 1 + 2). Er soll einfache Fragen aus dem Reglement beantworten können.
Ein Kandidat NIDAN soll die Position FUKUSHIN beherrschen inkl. allen Gesten (mit Fahne) und zusätzlich den Kampf ohne Verletzungsgefahr für die Wettkämpfer leiten können (SUSHIN).
Ein Kandidat SANDAN beherrscht die Position SUSHIN und kennt das Kumitereglement vertieft.
Ein Kandidat YONDAN kann an Turnieren die Tatamiführung übernehmen. Er kennt zusätzlich das KATA Reglement vertieft.
Die SSKO schreibt regelmässig SR-Kurse aus, die alle diese Bereiche abdecken. Leider können viele Kurse (rund 60%) aufgrund mangelhafter Teilnehmerzahl nicht durchgeführt werden. Kurz vor den Prüfungen kommen die Kandidaten wieder in Panik und versuchen noch in letzter Minute alles zu lernen... das geht nicht immer gut.
Meine Empfehlung: Als 3. KYU mind. 3 Kurse besuchen. Reglement studieren und z.B. beim SR-Verantwortlichen schriftliche Prüfungen ablegen. Ab 2. KYU jährlich mind. 2 Kurse und 1 Praxistraining besuchen und weitere Prüfungen ablegen. Als 1. KYU einen Wiederholungskurs und 2 - 3 Praxistraining besuchen. Danach jedes Jahr mind. einen Wiederholungskurs und ein Praxistraining besuchen. Zusätzlich können auf jeder Stufe Einsätze als SR an kleinen 'Übungsturnieren' absolviert werden - sehr zu empfehlen!
Planung ist alles! Fragen? Schreib mir einfach eine kurze Notitz!
MFG, Leo Chin
Heute gehe ich kurz auf das Thema Falltechnik ein (=UKEMI WAZA).
UKEMI WAZA ist Teil des Prüfungsprogrammes. KARATE wird heute als Schlag- und Tritt-Kampfkunst angesehen. Gemäss internationalen und nationalen Reglementen ist jedoch das Werfen nicht nur gestattet sonder es wird sogar - gefolgt von einer erfolgreichen Folgetechnik - mit zusätzlichen Punkten belohnt. Ein Prüfling muss sich also bewusst sein, dass im KUMITE auch geworfen wird. Somit ist es eigentlich überflüssig, darauf hinzuweisen, dass UKEMI WAZA als Selbstschutz erforderlich ist.
KARATE hat das Problem, dass in den bisherigen Lektionen nicht oft Platz für ein Falltechniktraining war. 'Wir machen ja kein Judo..' höre ich oft. Stimmt schon... Andere sagen mir, dass sie ein Falltechniktraining begrüssen würden. Entsprechende Angebote gabs schon. Leider wurden sie nicht lange gut besucht und wurden daher wieder abgesetzt.
Für mich gibts eine Faustregel für die Prüflinge: 1) lerne die relevanten Wurftechniken (Fussfeger, Schenkelwürfe etc.) 2) frage dich, ob du selbst als UKE bei diesen Würfen verletzungsfrei fallen kannst 3) trifft das zu, dann mach dir keinen Kopf; falls es nicht zutrifft, dann such dir jemand, der dir das zeigen kann 4) übe die Falltechnik gem. Prüfungsprogramm regelmässig.. 2x vor dem Training und 2x nach dem Training im Minimum, bis du es kannst.
Für allfällige Fragen stehe ich zur Verfügung.
Ossu! Leo Chin
Welche Vorbereitungen sind für ein Dan-Examen notwendig?
Ich riskiere mal kurz einen Blick auf's SSKO Prüfungsreglement und versuche zu erahnen, welche Punkte allenfalls erklärungsbedürftig sind.
Die verlangte KIHON sind so umschrieben, dass ein regelmässig trainierender KARATEKA das Prüfungsprogramm als Gedankenstütze verwenden kann. Wie bei der Führerprüfung, sollte man halt die Begriffe auswendig kennen. Die Note 4 erreicht man vor allem durch regelmässiges Training über die empfohlene Trainingszeit. Eine Note 5 bedingt eine gute Kondition und mehr Einsatz als das Minimum :-), ein paar zusätzliche Stunden aufzuwenden lohnt sich immer!
Die verlangten KATA sind ebenfalls klar bezeichnet. Das Rezept heisst, bereits als Weissgurt die eigene KATA immer wieder anderen zur Kritik zeigen ('vorführen') und sich so über Jahre an kritische Blicke allfälliger Zuschauer zu gewöhnen. Eine KATA sitzt - wie jede neue Bewegungsfolge - nach vielen Wiederholungen und Korrekturen. Kommt mir beim Gedanken an eine KATA-Demo ein ungutes Gefühl hoch, habe ich die zuwenig geübt. Trainiert man hin und wieder allein, kann ein Camcorder helfen (Videos lügen nie!).
Im KUMITE hilft jede Turniererfahrung, und sei sie noch so klein. Kenntnisse des SR-Reglementes mindern die Verwirrung an der Prüfung sehr. Die Angst vor dem Getroffenwerden ist vermutlich sehr oft der Hauptgrund, dass jemand eine nächste Prüfung verschiebt oder ausfallen lässt. Schade. Erfolgreich sind immer wieder Kandidaten, welche sich zum Training oder zur Prüfungsvorbereitung zusammentun und (evtl. mit einem erfahrenen KUMITE Trainer) zusätzlich üben. Es ist Gewohnheitssache, die Treffer einzustecken und das Auge für den Angriff und die Abwehr zu schulen. Für KARATEKA die finden, ihr DOJO biete zuwenig KUMITE Vorbereitung, stehe ich natürlich für Tipps zur Verfügung.
In einem nächsten Eintrag behandle ich Themen wie Falltechnik, SR-Reglement, BUNKAI, u.a.
Ossu! Leo Chin